Fuß und Radschuh - eine Hassliebe? (Teil 3)


Fuß und Radschuh - eine Hassliebe? (Teil 3)

Fuß und Radschuh - eine Hassliebe? (Teil 3)

Jeder Bike Sportler weiß, dass die Radschuhe so getragen werden müssen, dass sich der Fuß im Schuh nicht bewegt. Falls das nicht der Fall ist, entsteht eine Instabilität am wichtigsten Punkt der Kraftübertragung: vom Fuß auf das Pedal. Neben dem Verlust von Kraft kann diese Instabilität gefährlich werden, wenn  man die Kontrolle über das Gleichgewicht in der Bewegung verliert. Das kann passieren, wenn man aus dem Sattel steigt oder mit dem Rad in kraftzehrenden Anstiegen "arbeiten" muß.

Fuß und Schuh sollen idealerweise zu einer Einheit verschmelzen. Um das zu ereichen muss der Schuh richtig passen. Ist das nicht der Fall, wird der Schuh in der Regel meistens kleiner als benötigt erworben und/oder übermäßig geschlossen. Erst, wenn der Fuß wie in einem Schraubstock eingeklemmt ist und sich nicht mehr bewegen kann, ist das Ziel erreicht. 

Fahrradschuhe sind für diesen Zweck speziell konstruiert. Die Leistenform ist eher schmal ausgelegt, um dem Fuß wenig Bewegungsraum und gleichzeitig Führung zu geben. Mechanische Schließsysteme vom Rist bis zum Vorfuß ermöglichen eine vollständige Fixierung des Fußes im Schuh. Die verwendeten Materialien sind bewusst nicht-elastisch gewählt, um eine Ausdehnung des Materials zu verhindern. Jeglicher Kompromiss in den o.g. Bereichen führt sofort zu einer Verschlechterung der Stabilität im Schuh.

Beobachten wir die Wirkung der Schließkräfte, stellen wir fest, dass der Zug der Kräfte vertikal von oben nach unten erfolgt, d.h. massiver Schließdruck entsteht auf dem Quer- und Längsgewölbe und drückt den Fuß nach unten. Da der Fuß in der Regel auch seitlich eingeengt ist, hat er keine Chance sich zu keinem Zeitpunkt der sportlichen Aktivität zu regenerieren. Der permanent erzeugte Druck äußert sich dann nach einiger Zeit, in dem die Fußsohle anfängt zu brennen, der Fuß anfängt einzuschlafen, weil die Venen abgedrückt werden und/oder einzelne Zehen taub werden.

Einzige Möglichkeit zu reagieren besteht darin entweder den Schuh zu lockern oder wenn nötig, sogar den Schuh auszuziehen. Profis lernen den Schmerz zu verdrängen oder einfach auszublenden. Ob das eine gute Lösung ist, beantwortet sich von alleine. 

Im nächsten Blog zu diesem Thema erklären wir, wie e-vers dieser Problematik entgegen wirkt. 

 

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