Fuß und Radschuh - eine Hassliebe? (Teil 2)


Fuß und Radschuh - eine Hassliebe? (Teil 2)

Fuß und Radschuh - eine Hassliebe? (Teil 2)

Wenn wir uns den Aufbau und die Struktur des Fußes anschauen, können wir grob 3 Teilbereiche unterscheiden: Fußwurzel, Mittelfuß und Zehen. Der überwiegende Bereich des Fußes, indem Schmerzen oder Probleme auftauchen ist der Mittelfuß.

Hier haben wir einmal das Quergewölbe, dass vom Kleinzehengrundgelenk bis zum Großzehengrundgelenk verläuft und damit nicht unerheblich die Breite des Fußes bestimmt. Weiterhin haben wir im Mittelfuß Bereich auf der medialen (inneren) Seite auch das Längsgewölbe, das je nach Ausprägung bestimmt, ob wir einen Normal-, Hohl- oder Plattfuß haben.

Je nach Belastung dieser Bereiche können unterschiedliche Probleme auftauchen. Wie vorher schon angedeutet sind Radschuhe tendenziell eher schmal in ihrer Form, um dem Fuß Halt im Schuh zu geben. Oft wird auch bewusst eine zu kleine Größe gewählt, um Bewegung im Schuh kategorisch auszuschließen. Dies bedeutet, das in zu engen Radschuhen lateral und medial Druck auf das Quergewölbe entsteht, der ja nach Belastung zu Schmerzen an den außen liegenden Zehengelenken zu Taubheit oder schlicht zu Ermüdung führen kann.

Durch das Schließen der Schuhe wird Druck auf das Längsgewölbe ausgeübt, was zu einer erheblichen Belastung der Gelenke und Muskeln führt. Je nach Ausprägung der Belastung wird das Längsgewölbe oft durch eine Einlage gestützt, was aber letztendlich nur die Symptome, aber nicht die Ursache bekämpft! Durch das nach unten Drücken des Fußes werden auf der Fußsohle Venen abgedrückt und damit die Durchblutung gestoppt, was zu Taubheit im Fuß führt. Zu lösen ist dieses Problem nur, indem man den Schuh öffnet, bis die Zirkulation des Blutes wieder normal funktioniert.

Da wir wissen, dass sich auf der Fußsohle auch Reflexzonen für die verschiedenen Organe befinden, hat übermäßiger Druck auch seine Auswirkung auf diese Organe und damit auf unser allgemeines Wohlbefinden. Allein im Mittelfußbereich befinden sich die Reflexzonen für Lunge, Schulter, Genick, Bronchien und Schilddrüse!

Trotz aller Bemühungen mit schmaler Schuhform und festem Verschließen, bewegt sich der Fuß immer noch im Schuh, z.B. wenn man aus dem Sattel geht und/oder am Pedal zieht. Dann wirken die Schließ- und Zugkräfte gegeneinander und ein Rutschen des Fußes im Schuh ist unvermeidbar. Die Folge ist klassischerweise ein Brennen auf der Fußsohle, was sehr unangenehm sein kann.

Wir sehen, Fuß und Radschuh sind nicht wirklich füreinander gemacht...

Im nächsten Blog post schauen wir uns einmal die Konstruktion der Radschuhe näher an.   

 

0 Kommentare

  • Keine Kommentare vorhanden

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen